Die Kunsts des Hörens und Zuhörens

Wir hören meist nur uns selbst zu wenn wir vermeintlich Jemandem zuhören.

Wobei wir uns auch da nicht wirklich zuhören, sehen oder selbst beobachten. Wir sind voll und ganz damit beschäftigt unsere Gedanken zu strukturieren, zu ordnen, zu interpretieren und zu bewerten.

Bevor wir dazu in der Lage sind anderen Menschen zuzuhören müssen wir lernen uns selbst zuzuhören, uns zu selbst zu hören, uns selbst zu beobachten und wahrzunehmen.

Was hält uns davon ab uns selbst bewusst zu erleben? Was hält uns davon ab Loszulassen was uns an Gedankenmüll beschäftigt?

Wir sehen meist nur einen Bruchteil dessen was wirklich ist und  auch beim Hören nehmen wir niemals das wahr was gesagt  wird.

Wir verstehen, sehen und hören nur was wir hören und sehen wollen. Ob uns etwas gefällt oder missfällt hängt nicht nur vom Inhalt der Worte ab. Welche Person spricht, wie wirkt diese Person auf uns, wie wirkt die Stimme auf uns. Passt das was gesagt wird in unser Konzept, in unsere Sicht der Dinge, ist es das was wir hören wollen. All dies beeinflusst was letztlich bei uns ankommt. Trotzdem wären wir bereit zu schwören das unser Gesprächspartner genau das gesagt hat was wir „gehört“ haben. Unserer Wahrnehmung dessen, was an Inhalt und Information bei uns ankommt, wird zudem ganz wesentlich durch unsere Verfassung und unsere emotionale Befindlichkeit beeinflusst.

Ohne es zu bemerken interpretieren, bewerten, verändern, strukturieren wir und formen wir uns ein Bild von dem was wir Hören wollen. Eigene Erfahrungen, Erlebnisse manipulieren dabei ebenso mit, wie unsere intellektuellen Fähigkeiten, unser Wissen, unser kultureller Hintergrund und unser Wunschdenken.

Beim „Zuhören“ sind wir meist intensiv damit beschäftigt unsere eigenen Gedanken zu ordnen, zu strukturieren, abzuwägen und auszuwählen was uns plausibel erscheint und uns gefällt. Unsere Konzentration, Aufmerksamkeit und Begeisterung ist größtenteils und selbst gewidmet. Der zu uns Sprechende wird dabei als Stichwortlieferant und eventuell noch als Impulsgeber benutzt. Bleibt der Sprechende in der Nähe unserer pulsierenden und kreisenden Gedanken erhält er zumindest einen kleinen Teil unserer Aufmerksamkeit. Entfernt er sich mit dem was er spricht zu sehr aus unserer Gedankenwelt kommt es vor, das wir nicht einmal mehr die Worte hören die von unserem „Gesprächspartner“ gesprochen werden.

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Über tukan

Wir ändern uns nicht durch Änderung unseres Verhalten, dies wäre wie Kleidung wechseln oder Möbelrücken. Veränderung braucht weder Anstrengung noch Gewalt. Solange wir von Lob und Wertschätzung abhängig sind, werden wir Menschen danach beurteilen, ob sie unsere Abhängigkeiten gefährden oder fördern. Die Wurzel allen Kummers ist das Verlangen. Verlangen trübt und zerstört die Wahrnehmung. Ängste und Wünsche verfolgen uns. einfach sein, leben und leben lassen, sich selbst beobachten ohne zu bewerten, achtsam und bewusst, lebendig und glücklich sein.
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