Liebe und Partnerschaft

Liebe wird in der Regel gleichgesetzt mit Verliebtsein. Dabei sind Welten zwischen den begrifflichen, kindischen Vorstellungen sehr vieler Menschen über die Liebe und Verliebtsein und der allumfassenden Liebe, von der wir die längste Zeit nur träumen. Die mediale Ausbeutung des Begriffs und die leichtgläubige naive Betrachtung vieler Menschen erschwert es uns sehr, zu erfahren und zu lernen was Liebe wirklich bedeutet. Was Liebe uns geben kann, dadurch dass wir lernen zu lieben.

Wer von uns hat noch nicht unter enttäuschter Liebe, Abhängigkeit und Hilflosigkeit in pseudepartnerschaftlicher Beziehungen gelitten.

Dabei gibt es mehr als Frust, Chaos, Egoismus, Enttäuschung, mehr als hilfloses und oberflächliches Verliebtsein, mehr als den Versuch die Einsamkeit in der Zweisamkeit zu ertränken.

Nicht geliebt zu werden bringt uns Zufriedenheit und Glück. Zu Lieben und Liebe geben zu lernen ist es was wir eigentlich wollen. Glück und Zufriedenheit gibt es nur durch Liebe die wir leben. Niemand sonst kann uns geben was wir selbst nicht leben können.

Um Liebe kennenzulernen und zu leben ist es Voraussetzung dass wir unser Alleinsein genießen können ohne unter Einsamkeit zu leiden. Denn bei aller Liebe sind wir in unserem Körper allein. Erst durch Liebe, die wir leben können wir darüber hinaus wachsen.

Liebe setzt Glück und Zufriedenheit Voraus. Ich kann nur geben was ich schon gefunden habe.

Die Wahrscheinlichkeit und Chance, die Liebe erst in der Beziehung kennenzulernen ist relativ gering.

Das große Glück für uns ist, wir alle haben diese Liebe in uns. Leider bei dem einem oder anderem Menschen vergraben und verdeckt durch illusorische Vorstellungen und der Fixierung auf Ersatzbefriedigungen. Besitzen wollen (meine Freundin, mein tolles Auto, mein Haus, Pferd, usw.) Oder berühmt, geschätzt, geliebt und verehrt zu werden. Unsere Gier und unsere Begierden hintern uns die Liebe in uns selbst zu entdecken.

Liebe genügt sich selbst, wächst durch sich selbst auch über das selbstsüchtige Ich hinaus und braucht kein geliebt werden. Besonders letzteres ist anfangs nur schwer vorstellbar. Wir lernen zu begreifen und zu verstehen, dass jegliches „brauchen“ zwangsläufig zu Abhängigkeiten führt. Dass unser Bemühen zu erlangen was wir brauchen uns zu Verhaltensweisen zwingt die nichts mit Liebe zu tun haben können.

Unser Verliebtsein gleicht mehr einer Sucht, einer anfangs hoffnungsvollen und letztlich hoffnungslosen Suche, nach geliebt werden wollen. Wir suchen unser Glück in Wünschen, Erwartungen, Forderungen, Beteuerungen und Versprechungen und Glauben zu gerne alles was wir hören und haben wollen.

Doch wie anfangs gesagt, Voraussetzung ist Alleinsein genießen zu können ohne unter Einsamkeit zu leiden. Zu Zufriedenheit und Glück brauchen wir keine Zweisamkeit. Die Vorzüge einer Partnerschaft lassen sich erst genießen, wenn wir alleine zufrieden und glücklich sein können.

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Über tukan

Wir ändern uns nicht durch Änderung unseres Verhalten, dies wäre wie Kleidung wechseln oder Möbelrücken. Veränderung braucht weder Anstrengung noch Gewalt. Solange wir von Lob und Wertschätzung abhängig sind, werden wir Menschen danach beurteilen, ob sie unsere Abhängigkeiten gefährden oder fördern. Die Wurzel allen Kummers ist das Verlangen. Verlangen trübt und zerstört die Wahrnehmung. Ängste und Wünsche verfolgen uns. einfach sein, leben und leben lassen, sich selbst beobachten ohne zu bewerten, achtsam und bewusst, lebendig und glücklich sein.
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