Gefühle benennen

Wenn wir lernen Gefühle zu benennen fällt es uns leichter damit umzugehen. Heute Morgen fühlte ich großes Unbehagen. Ich wusste nicht warum, daher fühlte ich mich hilflos. Gleichzeitig war es neblig, regnerisch und trüb. Niedergeschlagen begann ich für einen Moment mich selbst in Frage zu stellen. 
Niedergeschlagenheit, ja, das war mein Gefühl. 
Durch Selbstbeobachtung und Achtsamkeit konnte ich trotz der empfundenen Bedrohung das Gefühl benennen. 
Schon in diesem Moment wurde es ein klein wenig leichter. Im Dunkeln zu stehen ist viel bedrohlicher. 

Wenn wir unser Gefühl, benennen können, hilft uns wieder unsere Achtsamkeit weiter. Unsere Achtsamkeit nimmt das Gefühl wie eine Schwester an die Hand. Wir lassen das Gefühl zu und betrachten es gemeinsam mit unserer Achtsamkeit. Wir sind nicht mehr allein mit unserer Niedergeschlagenheit. Unser beklemmendes Gefühl ist so schon viel leichter geworden. Wir können es gemeinsam mit unserer Achtsamkeit annehmen und ohne Panik da sein lassen. So können wir lernen zu verstehen wie es zu diesem Gefühl kam. Wir erkennen das dieses Gefühl nur in uns ist. Es geht genauso wieder wie es gekommen ist. Sobald wir uns nicht mehr ängstlich daran festklammern wird es weniger. Wir wissen, in diesem Moment ist es ein Teil von uns, weil es Teil unserer Wahrnehmung und unserer Gefühle ist. Doch es ist nicht mehr so bedrohlich. Wir sind nicht mehr allein mit diesem Gefühl. Es beherrscht nicht mehr alles was wir denken und fühlen. Wir begreifen, dass die Bedrohung nur in unserer Vorstellung existiert, nicht in der Wirklichkeit. Wir werden ruhiger und betrachten unsere Niedergeschlagenheit nicht mehr als Feind. Es steckt eine Unmenge von Energie in diesem Gefühl und wenn wir lernen es anzunehmen und gemeinsam mit unserer Achtsamkeit lernen es zu transformieren kann es sehr hilfreich sein. Es kann uns helfen unseren Weg zu gehen. 

Egal ob Wut, Ärger, Enttäuschung oder Begeisterung und Faszination. Wir sollten lernen jedes intensive Gefühl mit unserer Schwester Achtsamkeit zu begleiten um gemeinsam zu lernen, wie wir die starke negative Energie unsere Gefühle in positive Energie transformieren, umwandeln in positiv nutzbare Energie. So lernen wir uns von unseren intensiven Gefühlen nicht überwältigen zu lassen, nicht daran festzuklammern und doch intensive Gefühle zuzulassen. 
Lernen wir unsere Gefühlen rechtzeitig wahrzunehmen, kann unsere Schwester Achtsamkeit sie begleiten, können wir unsere Gefühle zulassen und deren Energie transformieren. Gefühle von Traurigkeit, Einsamkeit, Hilflosigkeit, selbst Ansätze von Depressionen lassen sich so rechtzeitig wahrgenommen, auflösen und in hilfreiche positive Energie umwandeln. 

Ein Apfel mit Ansätzen von faulen Flecken lässt sich ausschneiden und bleibt so genießbar. Bei Menschen sollten wir vorsichtig sein mit dem wegschneiden. Wenn wir alles entfernen was uns gerade nicht gefällt bleibt möglicherweise nicht mehr viel übrig. Wir alle haben die Gabe der Wandlung und Transformation. So können wir durch Achtsamkeit und Bewusstheit, uns selbst heilen, uns wieder gesund und eins werden lassen. Ebenso können wir allein durch einen Perspektivenwechsel andere Menschen Plötz mit völlig anderen Augen betrachten. 
Voll Erstaunen stellen wir fest, nicht die Anderen müssen sich verändern. Unsere Welt verändert sich wenn wir uns verändern. 

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Über tukan

Wir ändern uns nicht durch Änderung unseres Verhalten, dies wäre wie Kleidung wechseln oder Möbelrücken. Veränderung braucht weder Anstrengung noch Gewalt. Solange wir von Lob und Wertschätzung abhängig sind, werden wir Menschen danach beurteilen, ob sie unsere Abhängigkeiten gefährden oder fördern. Die Wurzel allen Kummers ist das Verlangen. Verlangen trübt und zerstört die Wahrnehmung. Ängste und Wünsche verfolgen uns. einfach sein, leben und leben lassen, sich selbst beobachten ohne zu bewerten, achtsam und bewusst, lebendig und glücklich sein.
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