Liebe leben – Liebe sein

Sich aufopfern oder sich aufgeben hat sicher nichts mit Liebe zu tun 
Immer wenn wir glauben aus Liebe zu handeln, 

indem wir Opfer bringen, 

sei es aufopferungsvolle Pflege, 

Verzicht auf für uns wertvolle Dinge, 

Zeit opfern, 
handeln wir in der höchsten Form des Egoismus. 
Wenn wir genau hinschauen und absolut ehrlich uns selbst gegenüber sind, 

stellen wir fest, dass wir es absichtlich oder unabsichtlich, jedoch immer aus Berechnung tun. 

Wir tun es nicht bewusst. 

Wir tun es in Unwissenheit. 
Es gibt keinen Grund sich deswegen schuldig zu fühlen oder schlecht. 

Dies würde nur zu Hilflosigkeit und Selbstmitleid führen.  

Wir würden uns weiter im Kreise drehen egal ob in Spiralen oder Schleifen.

Wir würden im Stillstand verharren leidend uns selbst verurteilen oder bedauern. 
Immer wenn wir Opfer bringen oder uns Hingeben tun wir es aus Berechnung. 

Wir wollen etwas dafür. 
Im besten Falle wollen wir einfach nur gut sein um unser schlechtes Gewissen zu beruhigen. 

Wir wollen vielleicht unseren Erwartungen und Anforderungen an uns selbst genügen. 

Wir wollen von anderen geschätzt werden. 

Wir wollen Anerkennung. 

Wir wollen geliebt werden. 

Wir wollen Gesetz und Gebote erfüllen, 

um nicht verurteilt zu werden, 

uns nicht selbst zu verurteilen.  
Egal was wir für uns selbst in den Vordergrund stellen, Nächstenliebe, Mitleid, Mitfühlen, Barmherzigkeit. Egal was, egal wie wir es benennen. 

Wir wollen zumindest eines – uns gut dabei fühlen. 
Vielleicht in der Hoffnung und dem Wunsch selbst auch aufopfernde Menschen zu treffen wenn es uns schlecht geht. 
Wenn wir uns offen und ehrlich prüfen stellen wir fest, wir wollen, wir erwarten immer eine Gegenleistung. 
Für unseren Partner, Partnerin, Freund oder Freundin, für dem oder die wir vieles getan haben, verzichtet haben, Kompromissbereit waren, immer wieder investiert haben. 

Wo bleibt die Dankbarkeit die wir erwarten, die wir vielleicht als selbstverständlich voraussetzen. 
Wenn er oder sie uns betrügt, nicht unsere Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse erfüllt. Sich nicht genauso oder ähnlich engagiert oder einbringt wie wir es uns erhoffen oder Wünschen. 
Wenn wir hinschauen sehen wir, was wir letztendlich für uns dafür wollen, als Gegenleistung erwarten oder gar einfordern. Selbst wenn wir unser Handeln als selbstverständlich ansehen, trotzdem verlangen wir etwas von Anderen dafür. 
Immer wenn wir Verzicht üben oder Opfer bringen dient es unserem Eigennutz. 

Dadurch dass wir es menschlich nennen und alle es tun wird es nicht gut oder wertvoll. 
Ich höre die Aufschreie und die ABER Rufe schon jetzt. Wenn und aber sind nichts weiter wie Rechtfertigung für unser tun. Sicher ist es gut wenn wir einer alten Frau über die Straße helfen. 

Wenn wir Menschen pflegen und anderes Gutes tun. 
Wenn wir die Krücke des Verzichts üben für uns benutzen, kann es für andere Menschen manchmal eine Hilfe sein. Wenig hilfreich ist es, wenn wir Gegenleistung erwarten oder gar fordern. 
Ich sage nur dass wir alle ständig etwas dafür wollen. 

Solange wir etwas dafür erwarten sind wir Sklaven unseres eigenen Handelns. 

Solange sind wir offen für Enttäuschungen und Niedergeschlagenheit. 

Solange sind wir nicht dazu fähig zu lieben oder Liebe zu sein. 
Liebe ist Mitgefühl und Mitgefühl ist Liebe. 

Alles was wir an Liebe leben der Liebe Willen tun erfüllt uns selbst mit Liebe. 

Es gibt nichts was wir noch zusätzlich dafür haben möchten. 

Niemals käme auch nur der Gedanke dazu. 
Es gibt nichts anderes außer der Liebe, was uns voll und ganz erfüllt, ausfüllt, uns überquellend lässt vor Freude und Glück. 
Es ist eine völlig veränderte Sichtweise, eine neue Dimension, die für uns zur Wirklichkeit wird, wenn wir bereit dafür sind Liebe zu leben. 
Auf dem Weg dahin sind auch keine Opfer notwendig. Freude am Leben, Bereitschaft sich selbst zu leben, selbst zu sein und Achtsamkeit. Mehr ist nicht notwendig. 
Hilfreich jedoch ist eine Gemeinschaft von Menschen die genau wie wir auf dem Weg zu sich selbst, Erfüllung suchen. Jedes Ziel dabei ist Hindernis. Erleuchtung als Ziel zu setzen ist Hindernis. Gut sein zu wollen ist Hindernis. Das einzige was zählt ist du selbst zu sein ohne dich zu verstecken, weder vor dir selbst noch vor Anderen. Anzunehmen was ist, wie wir sind, egal ob es uns gefällt oder erschreckt. Freudentänze und Tränen sind ok, doch jegliches Festhalten ist Hindernis. Egal ob Schuldgefühle oder Begeisterung. Je mehr es uns gelingt desto leichter die Veränderung. 
Nimm dir alle Zeit der Welt. Schon bald werden sich Tage, Wochen, Jahre wie Sekunden anfühlen. 

Obwohl dann jede Sekunde mehr Lebendigkeit enthält als Jahre, vielleicht mehr als dein ganzes bisherige Leben. 
Für manche von uns noch eine Stelle aus der Bibel: 

sinngemäß: 
…wenn ihr all euer Hab und Gut verschenkt, 

Frau und Kinder, 

alles was euch lieb und teuer ist verlasst, 

habt aber die Liebe nicht … 
Was glaubst du, ist darunter zu verstehen? Lange Zeit war für mich diese Aussage ein verschlossenes Buch voller Rätsel und Geheimnisse. 
Wenn wir Menschen treffen die Liebe sind, Liebe Leben und Mitgefühl, kommt es uns so vor als würden diese auf vieles verzichten, sich aufopferungsvoll hingeben in ihrem sein. 
Unsere Perspektive verändert sich, wenn wir uns verändern. Könnten wir wirklich sehen, sähen wir ein strahlendes Licht, unendliche Liebe und Mitgefühl, der Körper liebender Menschen wird nicht begrenzt durch seine Form. Er wird eins mit allem was in umgibt. 
Lass dich von niemanden führen außer von dir selbst. Gott ist in dir, du musst nichts und niemand außerhalb von dir finden oder suchen.

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Über tukan

Wir ändern uns nicht durch Änderung unseres Verhalten, dies wäre wie Kleidung wechseln oder Möbelrücken. Veränderung braucht weder Anstrengung noch Gewalt. Solange wir von Lob und Wertschätzung abhängig sind, werden wir Menschen danach beurteilen, ob sie unsere Abhängigkeiten gefährden oder fördern. Die Wurzel allen Kummers ist das Verlangen. Verlangen trübt und zerstört die Wahrnehmung. Ängste und Wünsche verfolgen uns. einfach sein, leben und leben lassen, sich selbst beobachten ohne zu bewerten, achtsam und bewusst, lebendig und glücklich sein.
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Eine Antwort zu Liebe leben – Liebe sein

  1. Raus aus dem Burnout schreibt:

    Wenn du etwas tust und dir Dank dafür erwartest dann tu es nicht. – wurde mir in der Volksschule in ein Freundschaftsbuch geschrieben und es hat Jahrzehnte gedauert bis ich das wirklich verstanden hab. Es ist wichtig nicht egoistisch zu sein, aber Aufopferung macht krank. Sie führt dazu, dass wir uns selbst vergessen.. unser Blog ist noch recht neu, aber wir bekommen gutes Feedback. Viele wollen ihre Geschichte erzählen und ganz oft kommt Aufopferung darin vor. Habe gerade heute angefangen einen Beitrag dazu zu verfassen. Danke für deine Inspiration. Liebe Grüße
    ps: wir freuen uns über Gegenbesuch.

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