Das Gute und das Böse

Ich danke Gott für jeden Augenblick in dem ich Liebe leben, Liebe sein darf. Nur in jenen Momenten in denen wir durchdrungen sind von Gottes Liebe sind wir frei von allem und erhalten die Gnade zu sehen.

Wieder war es eine Nacht oder besser sehr früh am Morgen in der ich sehen und begreifen durfte.
Vom Verstand her ist es vielen von uns klar das wir von frühester Kindheit an geprägt werden, konditioniert und manipuliert. Wenn das nicht reichte kam die Keule der Macht die uns zwang, Androhung von Bestrafung, und Leid das wir ertragen mussten und jetzt noch daran tragen.

So werden wir bis heute beeinflusst, geprägt und manipuliert. Als Zeichen der Macht kommt die Keule dessen, der mächtiger ist als wir selbst. Dies wiederum hat die Folge, dass überall auf unserer Welt Menschen, ohne zu begreifen und zu verstehen, Konsequenzen ertragen müssen, sie Schmerz ertragen lässt, Hunger, Folter, Leid und Elend.

Um bei der Konsequenz zu bleiben, so fördern wir durch unser tun, den Samen des Bösen zu unterstützen. Da wir uns gegenseitig durch nicht verstehen, in unterschiedlichen Dimensionen viel Schmerz und Leid antun, sollten wir lernen zu begreifen und zu verstehen. Sonst müssen weiter viele Menschen unendlich viel Elend und Leid ertragen, werden Menschen andere Menschen zerfleischen in Wort und Tat. Ein Mensch der einen anderen Menschen vergewaltigt, schändet um ihn dann zu töten, ist in der Tat nicht deshalb ein schlechter Mensch. Doch das, was er tut und wie er handelt ist Böse und wahrlich nicht gut.

Wir unterscheiden uns von diesen Menschen nicht durch dass was wir sind, wir unterscheiden uns dadurch was wir tun oder lassen und nicht weil wir gut oder besser sind.

Der allergrößte Teil unserer Überzeugungen, Meinungen und Haltung stammt nicht von uns, ist angenommen durch Prägung, unserer Interpretation und Bewertung. Wir leben, handeln und sprechen was uns antrainiert, wie wir konditioniert und auf unterschiedlichste Weise manipuliert wurden. So sind wir Vater und Mutter, Teil unserer Brüder und Schwestern, Teil unsere Freunde und Teil dessen, was uns auf unterschiedliche Weise die Gemeinschaft hat beigebracht.

Was wir entscheiden und differenzieren, ist nicht was richtig ist und gut, was falsch ist oder böse.
Wir nehmen das, was wir erlernt uns antrainiert und aufgezwungen wurde, und nennen es unsere eigene Erfahrung, nicht merkend wer oder was gerade aus uns handelt oder spricht.

Dazu kommt unsere persönliche Entscheidung die Kraft und Macht die wir besitzen uns aus unterschiedlichsten Motiven zu entscheiden was wir tun und wie wir handeln.

Sind unsere Beweggründe Gier, Leidenschaft, Wut, Hass und letztlich Angst, kommt selten die Saat des Guten zum Vorschein und zum Wachsen. Handeln wir aus Verletztheit, entscheiden wir uns dafür ob wir auch verletzen wollen oder aus Angst selbst zu verletzen, oft nur vermeintlich Gutes tun. Wir handeln auch gern in dem Glauben Recht zu Haben, aus vermeintlicher Liebe, doch das was wir tun ist Eigennutz im Deckmantel der Liebe. Dies Handeln aus Eigennutz richtet weit weniger Schaden an, sind wir doch bemüht uns selbst nicht zu verletzen und wollen zumindest Gutes tun.

In all den vielen Rollen, den vielen Masken die wir tragen, in leichten und schwierigen Situationen, gilt es zu lernen den Samen der Liebe zu spüren und wachsen zu lassen. Wen wir also theoretisch verstanden haben was Liebe ist, sein soll oder kann, können wir nicht durch noch so schöne Worte sie lebendig werden lassen, zum Leben erwecken oder Liebe sein.

Nur in diesen Momenten, in dem Augenblick, in dem wir durchdrungen sind von Liebe, ist alles Liebe was wir tun. Tatsächlich gibt es in der Liebe kein richtig und kein falsch, kein gut und kein böse. Nackt und voller Liebe sind alle Lebewesen Eins, verbunden durch die Liebe und nichts kann trennen was durch sie verbunden ist.

Solange wir also durch noch so schöne Worte, noch soviel Aufopferung und Großzügigkeit, vermeintlich Liebe leben, werden wir trennen was gut ist und was böse, was richtig ist und was falsch. Andere zu bewerten, ihre Echtheit anzuzweifeln, zu interpretieren und zu manipulieren hat nichts mit Liebe zu tun. Egal ob wir dies aus Überzeugung, unwissend oder absichtlich tun.

Zu glauben wir lebten Liebe weil wir vermeintlich wissen was Liebe heißt und sie bedeutet, lässt immer wieder Tränen fließen und erzeugt viel Elend und Leid.

Egal wie schön irgendwelche Worte glaube niemals was du hörst. Lass dich nicht einlullen von Meinung und Überzeugung, auch nicht von dem was dir gefällt. Werde dir bewusst, es bist nicht du der meist entscheidet, es ist dein Wunsch, deine Sehnsucht und falscher Glaube.

Wir sind nicht was wir glauben zu sein, auch nicht der, der wir gerne wären. Auch nicht was wir in unserer Illusion und nur in unseren Worten leben.

Einzig in Momenten gelebter Liebe können wir erkennen was tatsächlich und wirklich ist. Lernen wir sehen was Liebe ist und Glauben und wo wir selbst gerade stehen.

Nimm dich an in all deinen Rollen und Masken. Glaube nur was du in gelebter Liebe hell und klar erkennst. Du wirst sehen, daß nur die Liebe dich befreit von allem was uns, und dich selbst von dir trennt.

Die Liebe in uns, die wir in manchen Momenten von Liebe durchdrungen erleben und leben dürfen, auch in unseren Alltag zu tragen ist gelebte Selbstverantwortung und erweckt dich wirklich zum Leben. Liebe und Lebendigkeit nicht nur in unserem Kopf, sie als Samen der Liebe in all unsere Rollen die wir leben zu tragen, hinter jeder deiner Masken, zum Leben zu erwecken, führt dich zur großen Liebe, zu gelebter, wirklicher Freiheit. Die Liebe von der ich spreche, gibt sich nicht zufrieden mit dem Verstand, nicht damit zu glauben was ich so gerne sehe, nicht mit dem Anschein und nicht mit vermeintlichen Glanz.

Zum Schluss noch meine persönliche Erklärung von Adam und Eva, der Schlange und dem Apfel. Die Symbolik dieser Geschichte möchte uns folgendes sagen und zeigen. Solange wir uns leiten lassen von dem was wir glauben zu sein, werden wir in unserer Gier und Sehnsucht immer wieder gut und böse sein. Solange wir versuchen zu trennen zwischen gut und böse werden wir Samen von gut und böse zum wachsen bringen und zum gedeihen. Sowohl in uns selbst wie in jedem Anderen. Dies ist unser Fegefeuer und kann die Hölle sein. Nicht irgendwann in einem anderen Leben sondern hier auf Erden wird es sein. Ins Paradies gelangen wir, wenn wir völlig durchdrungen sind von Liebe. Erst dann sind wir völlig eins und erleben und leben, egal wo auch immer, Ewigkeit und Liebe zu sein. Es gibt keine Trennung zwischen Gott und der Liebe. Wie können wir nur glauben, das Paradies wäre irgendwo im Himmel, im unergründlichen Universum. Wir sind es die jetzt leben zwischen Erde und Himmel, wir sind es die entscheiden dürfen, ob Paradies, Fegefeuer oder die Hölle uns besser gefällt. Es gibt nur Angst und Liebe. Angst führt uns durchs Fegefeuer bis in die Hölle. Die Liebe ist das Paradies. Wo auch immer im Universum oder hier bei uns auf Erden. Die Ewigkeit ist jetzt und wenn wir es begreifen sehen wir, daß sie einfach zeitlos ist. Frei von Zeit, frei von Vergangenheit und frei von jeden Gedanken an die Zukunft. Die Ewigkeit ist Liebe. Je mehr wir wirklich bereit sind in jeden Winkel unseres Alltags und Erlebens, die Liebe und Helligkeit statt Dunkelheit zu tragen, leben wir die Liebe mit unvorstellbarer Kraft und Leichtigkeit.
Das Leben ist nicht schwierig auch nicht kompliziert. Das Leben ist einfach, ist Liebe und Gnade.
Wir sind es die mit jeder dualen Entscheidung die Wahl haben und die Richtung vorgeben. Hin zu Leichtigkeit und Liebe oder zu Angst und Trostlosigkeit.
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Über tukan

Wir ändern uns nicht durch Änderung unseres Verhalten, dies wäre wie Kleidung wechseln oder Möbelrücken. Veränderung braucht weder Anstrengung noch Gewalt. Solange wir von Lob und Wertschätzung abhängig sind, werden wir Menschen danach beurteilen, ob sie unsere Abhängigkeiten gefährden oder fördern. Die Wurzel allen Kummers ist das Verlangen. Verlangen trübt und zerstört die Wahrnehmung. Ängste und Wünsche verfolgen uns. einfach sein, leben und leben lassen, sich selbst beobachten ohne zu bewerten, achtsam und bewusst, lebendig und glücklich sein.
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