Mit Leichtigkeit glücklich leben

Früher erzählten sie uns Märchen, leider hatten sie verlernt uns zu erklären oder zu zeigen was sie bedeuten. Ich erzähle deshalb heute lieber eine Zukunftsgeschichte, einen ScienceFiction Roman oder doch einfach nur ein zauberhaftes sich selbst erklärendes Märchen. Nimm dir einfach was du möchtest, doch trau dich ein paar Minuten deiner Zeit dieser Geschichte zu schenken:

Tag und Nacht ist er am arbeiten. Hin und her, wird gewälzt, interpretiert, verglichen und bewertet, verurteilt, gerichtet und versucht zu ändern. Doch alle Versuche Einfluss zu nehmen, zu manipulieren, scheinbar zu verändern, sind hilflose Versuche. Immer wieder aufs Neue zu scheitern nimmst du klaglos hin. Du bist es gewohnt zu funktionieren und zu dienen. Du hast erkannt wovon ich spreche?

Unser Verstand, ein Werkzeug das uns hilft, selbst alleine gelassen zu funktionieren. Er hilft uns zu überleben. Egal in welcher Situation tut er alles was er kann, nutzt was wir ihm an Futter geben, macht weiter, selbst wenn wir hilflos sind. Selbst wenn wir ihm jedes Vertrauen entziehen, arbeitet er klaglos und dient. Er nutzt all die Informationen die wir ihm zur Verfügung stellen. Wenn wir uns dafür entscheiden in der Vergangenheit zu leben, von der Zukunft nur zu träumen, ist er zufrieden und dient uns klaglos. Er liefert zuverlässig und beständig, erschafft uns jede Illusion, die wir verlangen und erwarten, führt uns während wir uns im Kreise drehen. Er macht nur was wir ihm erlauben, erfüllt uns jeden Wunsch. Nur, was er nicht kann ist für uns zu leben.

Liebe, Glück und Zufriedenheit waren uns vertraute Worte doch enger mit Trauer, Tränen, Schmerz und Leid verbunden als uns lieb war und ist. Sie wirklich  und jeden Augenblick zu erfahren und zu leben hatten wir nie gelernt.

Nun kommt plötzlich ein Narr daher und sagt, es sei ganz einfach und unsere Aufgabe, unsere Selbstverantwortung, läge allein in unserer Macht.

Behauptet frech, wir treffen immer wieder aufs Neue die Entscheidung uns führen zu lassen von ihm, unseren Verstand. Kein Wunder eigentlich, er ist es der am zuverlässigsten in uns funktioniert. Der uns immer wieder in einem neuen Kleid die Illusion vermittelt zu erleben was nur in unserer Vorstellung existiert. Allein ausgelöst durch unsere Gedanken, erleben wir Gefühle tatsächlich und real, doch haben diese nicht mit unserem Leben, sondern nur mit unserer Vorstellung davon zu tun. Unser inniger Wunsch zu glauben es wäre real, was letztlich nur alte Gedanken in neuem Kleide sind, hält uns gefangen und lässt uns glauben es wäre unser Leben. Wir sind es gewohnt nicht nur in Krisenzeiten unser Erleben, durch unsere Gedanken zum Leben zu erwecken.

Es fällt uns so schwer zu trennen zwischen Gefühlen, die wir durch unser Denken selbst erschufen und erschaffen, und denen die Gott und die Liebe uns schenkt. Gewohnt, nach unseren Wünschen alles so zu sehen, zu verändern, durch manipulieren und zurecht zu schneiden, bis unser selbst erschaffenes Bild dem Anschein Glauben schenkt. Selbst wenn wir glauben zu verstehen, zu sehen und zu begreifen. Mit dem Verstand werden wir Liebe, Mitgefühl, Zufriedenheit und Glück, niemals erleben. Es bleibt ein Trugbild, mit dem wir uns so gern zufrieden geben. Es lässt uns unseren Glauben, lässt uns weitermachen wie bisher. Uns selbst zu hinterfragen, all unsere Träume unser Erleben in Frage zu stellen, erscheint uns schwerer zu sein als ein Leben, das uns real überleben lässt mit der Illusion tatsächlich zu leben. Unser Gefühl des Schmerzes und unser Leiden, sind Beweis genug für uns zu Glauben dies sei unser Leben. Voller Freude sind wir dann, wenn es uns gelingt hin und wieder Momente des Glücks zu erleben. Ob Wirklichkeit oder durch Selbstbetrug erschaffen ist uns egal dabei. Wir haben sowieso verlernt zu unterscheiden, haben gelernt zu verdrängen, wir wollen Gefühle einfach real erleben. Egal ob dies Gefühle von Wut, Zorn oder Ärger sind, voll Energie und Kraft muss es nur sein, wir wollen Lebendigkeit erleben.

Ab und zu ein Schimmer echter Freude, ein echtes Lächeln huscht über unser Gesicht. Noch ist nichts zu Ende, nichts verloren.

Es liegt an uns heim zu kommen, nach Hause zu gehen. Uns selbst wieder in die Augen zu sehen.
Unverkrampft und voller Freude Kind zu werden, Kind zu sein. Genau genommen sind wir Kinder, verloren und allein gelassen, hilflos und ohne Orientierung.

Woher sollten wir wissen dass unsere Eltern erwachsene Kinder auf verlorenem Posten waren. Das all die großen und kleinen Kriege sie nicht wirklich haben weise werden lassen. Wir haben einfach darauf vertraut, dass sie uns führen, uns zeigen wie Leben funktioniert, in der oft so brutalen und lieblosen Welt der Erwachsenen.

Woher hätten wir wissen sollen, dass es an uns liegt sie zu führen, wo sie doch kaum Zeit hatten uns zuzuhören. Sie hatten sich bereits verloren und wir gingen voller Hoffnung auf ihren Pfaden. Nicht ahnend dass wir in ihren Fußstapfen genauso uns im Kreise drehen.

Es gibt einen Ausweg aus diesem Gefängnis, aus diesem in sich selbst gefangen sein. Wenn wir wieder wie die Kinder werden, ohne all den Unsinn festzuhalten, der uns so mühsam als lebens- und erstrebenswert beigebracht und eingetrichtert wurde.

Es sind die kleinen Augenblicke voller Liebe, die uns zeigen was Freude ist, Zufriedenheit, wie Glück sich anfühlt. Nicht dieses zerbrechliche, so wie gewonnen so zerronnen, nein so wie ein echtes Lächeln eines Kindes, das mehr Kraft besitzt, als wir uns als Erwachse noch vorzustellen in der Lage sind.

Wie konnten wir so blind durchs Leben laufen, uns freiwillig an Gedanken ketten, in unserer Hilflosigkeit Glauben schenken dass äußerlicher Schein uns Glück, Frieden und Freude schenkt.

Behutsam will ich nun mehr nur noch mein Kind sein, es fühlen, achten und ehren, ihm mehr vertrauen als dem Gerede von Karriere und Erfolg. Was soll ich mit all dem Spielgeld Erwachsener wenn es nur unglücklich macht, die Gier nach mehr antreibt, Neid, Eifersucht, Hass und Zwietracht sät.

Es wird nicht leicht sein zu verlernen, nicht festzuhalten oder loszulassen all den Müll der sich über so viele Jahre angesammelt hat. Ich werde wie in frühester Kindheit viel Lernen dürfen. Mit Achtsamkeit wird es mir gelingen in all den vielen Rollenspielen und all den Masken mich nicht aufs Neue zu verlieren. Ich werde mutig sein. Ich werde mich anfreunden mit meiner Angst, statt Kriege zu führen. Ich werde ich sein und ich weiß, ich kann nicht verlieren was ich in mir drinnen habe. Meine Liebe zu Gott, meine Liebe zu mir selbst wird mich ab jetzt nur führen.

All meine Gefühle dürfen sein, werden wie ich, nie mehr alleine sein. Meine Liebe, meine Achtsamkeit und mein Mitgefühl wird sie begleiten. Welch unvorstellbare Freude, endlich wieder darf ich Kind sein. Niemand mehr wird mir befehlen, verbieten oder vorschreiben können was richtig ist, was falsch. Ich brauche und will nichts von all dem Prunk, Glitzer, Plunder, Geld und Besitz. Ich werde in Narrenfreiheit leben, denn wer will schon was ich als wertvoll betrachte. Sollte doch jemand zu mir finden und ähnlich leben wollen, werde ich voller Freude und gerne alles teilen, und meine Liebe schenken, freiwillig, ohne Erwartung, ich werde einfach wunschlos glücklich sein.

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Über tukan

Wir ändern uns nicht durch Änderung unseres Verhalten, dies wäre wie Kleidung wechseln oder Möbelrücken. Veränderung braucht weder Anstrengung noch Gewalt. Solange wir von Lob und Wertschätzung abhängig sind, werden wir Menschen danach beurteilen, ob sie unsere Abhängigkeiten gefährden oder fördern. Die Wurzel allen Kummers ist das Verlangen. Verlangen trübt und zerstört die Wahrnehmung. Ängste und Wünsche verfolgen uns. einfach sein, leben und leben lassen, sich selbst beobachten ohne zu bewerten, achtsam und bewusst, lebendig und glücklich sein.
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