und plötzlich ist alles anders

Es ist für mich als würde ich es gerade erst in diesem Moment voller Bewusstheit erfahren,
ein langjähriger guter Freund ist tot.

So selten machen wir uns bewusst dass wir alle sterben.
Trifft es überraschend einen Menschen aus unserer Nähe sind wir tief betroffen.
Ständig lesen und hören wir vom Tod anderer Menschen.
Auf vielfältige Weise vom Leben getrennt.

Doch wirklich und tief berührt sind wir dann wenn wir persönlichen Verlust und Angst empfinden.
Wer wird der nächste sein. Was wird aus meinem Leben. Meine ganze Welt verändert sich mit einem Paukenschlag.

Ist wirklich der Mensch gestorben oder nur seine körperliche Hülle.
Solche und viele andere Fragen beschäftigen uns in solchen Augenblicken.
Wie sehr hat er leiden müssen, wir werden ihn so sehr vermissen, sind selbst zu Tode betrübt.

Warum trauen wir uns in solchen Augenblicken nicht freuen darüber, wenn ein Mensch heimkehrt zu Gott.

Das Leid das er hat ertragen müssen, haben wir aus der Distanz an uns selbst heran gelassen. Solange sein Körper noch lebendig war, war er uns lieb gewordener Freund, Partner, Vater und Sohn seines Vaters und seiner Mutter. Jetzt ist sein Körper von uns gegangen, doch nicht sein Geist, nicht seine Seele und auch nicht sein Wesen. In vielen Augenblicken wird er für uns lebendig sein, unter uns weilen, Teil unseres Lebens sein.

Wir haben mehr als je zuvor die Freiheit mit ihm zu sprechen, wann immer wir dies wollen, ihm zu sagen wofür wir uns zu Lebzeiten seines Körpers, im Nachhinein, oft viel zu selten die Zeit genommen haben. Wir leben mit Menschen zusammen und finden so selten die Muse und die Zeit sie zu berühren, mit unserem Sein, mit unserer Seele.

Lasst uns all unsere Trauer, unsere Tränen und unseren Schmerz annehmen und willkommen heißen. Lasst uns nicht verdrängen was wir empfinden, lasst es uns leben, behutsam mit unserer Achtsamkeit begleiten. Erst wenn wir durchflutet von unseren Gefühlen unseren Schmerz annehmen und in ihm verweilen, uns achtsam selbst dabei begleitend, werden wir schon bald nicht mehr alleine sein. Die Liebe tief in uns verwurzelt wird unser Leben aus der Dunkelheit ins Licht führen. Die Liebe wird unseren Schmerz und unsere Trauer in Mitgefühl und Demut verwandeln. Unsere Liebe wird uns neue Kraft, Zuversicht und Frieden schenken. Unsere Liebe ist es, die die Kraft und Fähigkeit besitzt, die uns die Gnade gibt, aus unserer Trauer und unseren Schmerz, Kraft und voller Zuversicht ein liebevolles Leben zu führen.

Neben all unserer Trauer, dürfen und können wir auch jetzt schon Freude empfinden. Er wurde erlöst. Er ist heim gegangen.

Jeder von uns geht diesen Weg, früher oder später. Dies können wir uns nicht oft genug vor Augen führen. Wären wir uns dessen ständig bewusst, würden wir viel mehr jeden Augenblick voller Liebe und Freude leben. Voller Demut und Zufriedenheit können wir unverzagt und voller Mut jedem Augenblick den wir leben die Freiheit geben im nächsten Moment zu vergehen, einem Sterben gleich. Unbelastet und ohne Sorgen, wie neu geboren aufs Neue das wundervolle begreifen, uns durchdringen lassen von der unvorstellbaren Fülle, der Liebe Gottes und der tief verwurzelten Liebe in uns.

Sein Tod war nicht vergebens. Er hat Frieden gefunden, wurde erlöst von all seinen qualvollen und unlösbaren Fragen, von seiner Trauer und seinem Schmerz. Schon zu Lebzeiten wusste er, viel klarer und ganz konkret, er würde sterben, ging voller Mut seinen Weg bis zum Ende seines Todes.

Jeder Tod, bedeutet Wandel und Veränderung. So wie aus jeder wundervollen Rose schon im Augenblick der schönsten Blüte ein guter Gärtner Wandel und Veränderung sehen kann. So wird aus jedem Tod neues Leben entstehen. Wir alle sind Kinder Gottes, wir alle sind ein Teil eines großen Ganzen. Unser Wesen unser Sein das wir zu Lebzeiten unseres Körpers als Teil des Ganzen zeigen, voller Lebendigkeit, Freude und Liebe leben, wird niemals sterben.

So ist nur die körperliche Hülle von uns gegangen. Das was ihn als Menschen auszeichnete, sein wundervolles Wesen und sein Sein, wird uns immer begleiten, wird immer in unserer Nähe sein.
Weit mehr als stets verblassende Erinnerung wird er bleiben und unser Leben für immer begleiten.

Dies werden wir in jedem Augenblick erleben, den wir selbst mit offenen Augen lebendig bleiben für all die Wunder Gottes. Wenn wir statt Selbstmitleid, gegen uns selbst und den Rest der Welt zu kämpfen, Liebe leben.

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Über tukan

Wir ändern uns nicht durch Änderung unseres Verhalten, dies wäre wie Kleidung wechseln oder Möbelrücken. Veränderung braucht weder Anstrengung noch Gewalt. Solange wir von Lob und Wertschätzung abhängig sind, werden wir Menschen danach beurteilen, ob sie unsere Abhängigkeiten gefährden oder fördern. Die Wurzel allen Kummers ist das Verlangen. Verlangen trübt und zerstört die Wahrnehmung. Ängste und Wünsche verfolgen uns. einfach sein, leben und leben lassen, sich selbst beobachten ohne zu bewerten, achtsam und bewusst, lebendig und glücklich sein.
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