Liebe ohne Begrenzungen erleben

Begrenzen wir uns nicht selbst unendlich, wenn wir alles ausschließlich unter bisher gemachten Erfahrungen und Erlebnissen betrachten, vergleichen und interpretieren.
Egozentrische, egoistische, selbstbezogene Menschen gibt es sowohl bei Männern wie bei Frauen. Überzogene Vorsicht und Angst kann unser Blickfeld und unser Erleben ebenso einengen wie fehlende Vorsicht und negierte Angst.
Integrität ist ein wundervolles Wort, doch müssen wir es erst einmal selbst sein. Nur was wir selbst leben und sind können wir in unserer Wirklichkeit wiederfinden.
Ich bin ein Mensch, der als Mann zur Welt kam der voller Macken und Fehler dabei ist trotz alledem das Leben intensiv zu genießen. Als Mann geboren zu werden war nicht meine Entscheidung. Viele Jahre hätte ich lieber Kleider angezogen. Um Lebendigkeit zu leben ist es wenig hilfreich die gesellschaftliche Trennung der Geschlechter auf den einzelnen Menschen zu übertragen als würden sich grundsätzlich zwei feindliche Lager gegenüber stehen. Ich möchte die in verschiedenen Ländern unterschiedlich stark ausgeprägte gesellschaftliche Unterdrückung der Frau nicht schön reden. Ich habe mich bis heute nicht mit der gesellschaftlichen Rolle des Mannes anfreunden können. Solange wir jedoch nach Gegnern und Feinden suchen und finden die uns hindern glücklich zu leben wird uns das Glück versagt bleiben. Das Leben ist schön wenn wir mit offenen Augen leben. Lernen zu differenzieren zwischen unserer Projektionen und der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist weder gut noch böse, weder gerecht noch ungerecht. Wir selbst haben die Entscheidung zu leiden, leblos zu vegetieren oder voller Liebe und Mitgefühl ein glückliches Leben zu führen. Mit Liebe meine ich weder Verliebtheit noch die reine Befriedigung körperlicher Lust oder Gier. Ich spreche von der Liebe die in uns bereits da ist. Viele Männer haben längst begriffen, dass die reine Befriedigung sexueller Gier weder zufrieden noch glücklich macht. Ebenso dass die Schönheit einer Frau sich nicht am Gewicht oder an Proportionen festmachen lässt, nicht an der Schminke, und nicht an der aufreizenden oder modischen Kleidung. Noch immer gibt es Männer die sich eine hübsche Kühlerfigur für Ihr teures Auto suchen, die so in der Präsentation nach außen ihren eigenen Selbstwert definieren. Kinder die ihr Spielzeug nicht loslassen wollen, ihre Größe und Macht so definieren und ausleben indem sie andere Menschen und Lebewesen wie Dreck behandeln.

Doch sind es wirklich die bösen Menschen in der Außenwelt die uns täuschen und in Schwierigkeiten bringen? Oder ist es nicht unserer eigene selektive und naive Wahrnehmung und Betrachtung. Ich glaube wir lassen uns selbst von nichts und niemand täuschen oder enttäuschen, von nichts und niemand etwas sagen. Wir behalten immer das letzte Wort und die letzte Entscheidung. Wollen wir nicht genau die Erfahrungen und Erlebnisse machen die wir machen? Wollen wir nicht genau das tun was wir tun? Wenn nicht sollten wir an unserer Betrachtung, Interpretation und Bewertung, an unserer Bewusstheit etwas ändern. In der Regel wollen wir dass unsere Vorstellungen und Wünsche oder unsere Ängste und Bedenken in Erfüllung gehen und betrachten alles was wir erleben auf diese, unsere Art und Weise.

Ich glaube solange wir nur mit dem Verstand, uns von unseren Ängsten und Bedenken, unseren Wünschen und unserer Gier leiten und führen lassen, sind negative Erfahrungen unausweichlich. Genauso ist es wenn wir nur auf unsere Gefühle vertrauen, die letztlich überwiegend durch unsere Interpretationen und Bewertungen unserer Gedanken entstehen.
Ich glaube was uns am meisten hindert zufrieden und glücklich zu sein ist unsere Ignoranz und unsere Angst und nicht die Außenwelt, andere Menschen oder Umstände.
Wenn wir wirklich mit uns selbst in einem guten Kontakt stehen müssen wir nicht vergleichen und lange überlegen. Wir treffen Entscheidungen in Bruchteilen von Sekunden. Zum Einen unter dem Aspekt, ich nutze hier die Formulierung der bescheuerten Werbung „Wir sind es uns wert“ uns darauf einzulassen, wollen Bedenken und Ängste loslassen um wieder Lebendigkeit zu spüren. Zum Anderen können wir nichts falsch machen wenn wir wirklich im Einklang mit unserem Körper, Geist und Seele agieren.

Unser Elend und Leid entsteht immer wieder durch unsere Selbsttäuschung und Unachtsamkeit. Situationen in denen wir unseren Wünsche und Sehnsüchte erfüllt haben wollen, lässt uns immer wieder Risiken eingehen und gegen unser Bauchgefühl Entscheidungen treffen oder andere Signale in uns ignorieren.

Verallgemeinerungen wie Vorsicht vor dem bösen Mann oder den bösen Menschen lässt uns schnell leb- und empfindungslos los in einem Glashaus mit dicken Wänden zurück.

Wir brauchen keine Angst vor dem Leben zu haben, vor nichts und niemand, wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, in uns ruhend mit Leichtigkeit und Gelassenheit leben.

Natürlich ist das kein Zustand den wir alltäglich und beständig jeden Augenblick leben können. Zuviele Muster und antrainierte Verhaltensweisen stehen uns dabei noch immer im Weg. Doch wir müssen nicht die Welt, nicht die Männer oder die Frauen, sondern nur uns selbst verändern, unsere Wahrnehmung und Sicht um mehr und mehr frei von Stigmatas, Zuschreibungen, Ängsten und frei von Ignoranz, ein wundervolles Leben zu führen.

Ausreichend und hilfreich dabei ist Achtsamkeit die uns immer mehr begleitet, der Wunsch und die Bereitschaft Lebendigkeit zu spüren und zu leben. Erstaunt werden wir die Liebe und das Glück in uns selbst entdecken, da wo es tief vergraben schon immer war.
Die Welt verändert sich wenn wir uns verändern.

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Über tukan

Wir ändern uns nicht durch Änderung unseres Verhalten, dies wäre wie Kleidung wechseln oder Möbelrücken. Veränderung braucht weder Anstrengung noch Gewalt. Solange wir von Lob und Wertschätzung abhängig sind, werden wir Menschen danach beurteilen, ob sie unsere Abhängigkeiten gefährden oder fördern. Die Wurzel allen Kummers ist das Verlangen. Verlangen trübt und zerstört die Wahrnehmung. Ängste und Wünsche verfolgen uns. einfach sein, leben und leben lassen, sich selbst beobachten ohne zu bewerten, achtsam und bewusst, lebendig und glücklich sein.
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